Die Wasserstiege bietet ideale Möglichkeiten für die Gestaltung einer zukunftstauglichen Stadt

Mit der Vorlage eines Alternativkonzeptes von BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN wurde ein erster Aufschlag für eine Diskussion über die überfällige Veränderung des über 10 Jahre alten Bebauungsplans für das 22 ha große Gebiet der Wasserstiege (BO 10) gemacht.

Aber gehen die von den GRÜNEN erarbeiteten Vorschläge weit genug? Ist der Erhalt eines großen Teils der wertvollen Grünfläche nur zu dem Preis einer verdichteten konventionelle Bauweise möglich?

Die Borkener SPD will auf weitergehende Konzepte setzen, die zeitnah in die politische Diskussion eingebracht und mit der Öffentlichkeit weiterentwickelt werden sollen. Grundsätzlich sehen wir auch die Notwendigkeit einer Wohnbebauung auf Teilen der bis jetzt unbebauten Fläche, aber diese soll und muss so ressourcen- und flächensparend und innovativ sein, dass die bisherige wichtige Funktion dieses Geländes als grüne Lunge und ‚Landschaftspark‘ keinerlei Minderung erfährt.

Mit den ersten konzeptionellen Überlegungen und der weiteren Diskussion sollen besonders die Menschen angesprochen werden, die eine Verantwortung gegenüber ihrer/unserer Umwelt spüren und ihren ökologischen Fußabdruck klein halten möchten. Die exponierte zentrale Lage der Wasserstiege im Stadtraum ermöglicht z.B. den Verzicht auf Autos zugunsten der Nutzung von Fahrrad, ÖVN und ggfls. Carsharing.

In den hier angedeuteten Vorschlägen für unterschiedliche Formen einer innovativen Bebauung sieht die SPD einen Weg und eine große Chance, auf die Herausforderungen des Klimawandels zu reagieren und Borken als eine innovative und zukunftstaugliche Stadt weiterzuentwickeln.

Als Vorbild dienen erprobte und dem neusten Stand der Technik folgenden Beispiele einer intelligenten Bebauung,

  • die die naturräumlichen Gegebenheiten (z.B. die Ausrichtung der Gebäude entsprechend der Sonneneinstrahlung, etc.) berücksichtigt,
  • die innovativen Wohnformen (z.B. Baugruppen, Wohngemeinschaften, variable Wohnungsgrößen, gemeinschaftlich nutzbare Flächen, z.B. Spiel, Urban Gardening, … ) fördert,
  • die an unterschiedlichen Bedürfnissen, Lebens- und Einkommensverhältnissen der Bewohner*innen ausgerichtet ist (hohe Diversität) und so sozialverträglich ist, dass nicht ein Einkommen oder Vermögen darüber entscheidet, ob Wohnen hier möglich ist (Reduzierung der Kosten z.B. über diverse Sharing-Modelle wie Office-Sharing für Homeoffice, gemeinschaftliche Ateliers, …),
  • die ausschließlich regionale und ökologische recycelte Baumaterialien nutzt,
  • bei der die erforderliche Energie weitestgehend oder vollständig selbst erzeugt wird
  • und die von den interessierten und zukünftigen Bewohner*innen in einem diskursiven Prozess mit entwickelt, mitgeplant und mitgestaltet wird.

Haben Sie interessante Ideen für diesen ca. 20 ha großen Stadtraum? Gerne sorgen wir als politische Interessenvertreter*innen für eine Vernetzung und Unterstützung von Ideen und Menschen, die an dem Projekt „Wasserstiege“ arbeiten wollen und darin auch einen Mehrwert für die Stadtgesellschaft sehen.

Sie sind herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen – wir sind gespannt auf Ihre Ideen: schlueter.mueller@nullicloud.com