Ein Päckchen für Josef

Es begab sich vor etwa 2020 Jahren in B. Eine hochschwangere Frau und ihr Mann suchten für die Geburt ihres Kindes vergeblich nach einer Unterkunft. Letztlich mussten sie in einem Stall ihr Kind zur Welt bringen.

Die Mutter, Maria, ist heute vielfach Namensgeberin für Krankenhäuser. Die wollen mit der Namensgebung eben auf die damalige Suche hinweisen und Verantwortung dafür übernehmen, dass Menschen in schwierigen Situationen Hilfe bekommen können.

Das Borkener St.-Marien-Krankenhaus will sich jedoch aus dieser Verantwortung stehlen. Trotz der etwa 500 Geburten pro Jahr soll die Geburtshilfestation aus reinen wirtschaftlichen Gründen 2022 geschlossen werden. Maria und Josef ständen dann auch bei uns vor verschlossenen Türen.

In einer Unterschriftenaktion und On-Line-Petition forderten fast 6000 Bürgerinnen und Bürger den Erhalt der Geburtshilfestation im St. Marien-Krankenhaus.

Die SPD -Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte übergab im Februar in Berlin dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit, Dr. Thomas Gebhart, ein Exemplar der Petition. Keine
Reaktion aus dem Hause von Jens Spahn.

Minister Karl-Josef Laumann musste auf Grund der Pandemie verständlicherweise im März einen Termin mit dem SPD-Ortsverein
Borken absagen. Weitere Terminanfragen an das Ministerium blieben jedoch ohne Reaktion.

(Karl-)Josef Laumann bekommt jetzt ein Paket mit der Petition vom SPD-Ortsverein.